Draußen

Als Kind habe ich es gehasst mit meinen Eltern wandern zu gehen. Als wir in Innsbruck gewohnt haben, wollten meine Mutter und mein Vater gefühlt jedes Wochenende raus. Rauf auf eine Alm, zu einem Fluß, dorthin, da hin. Ich glaube ja, dass es ganz vielen Kindern so ergeht und ergangen ist.
Später dann in Offenhausen, das selbe in Grün: ständig wollten meine Eltern irgendwohin zum Wandern. Und ich habe es wieder gehasst, und mich gewehrt und war bockig. Natürlich habe ich es geliebt mit meinen Freund*innen draußen unterwegs zu sein, in der Früh das Haus zu verlassen, und erst am Abend heim zu kommen. Genau so wie in so vielen verklärten, beschönigten Rückblicken (wohl mit einem Weichzeichner), aber mich zum Wandern zu bringen war eine schiere Unmöglichkeit. Ich weiß also eigentlich gar nicht wann das anders geworden ist. Jedenfalls hat das bereits vor der Geburt meiner Tochter begonnen (steht also damit in keinem erkennbaren Zusammenhang), so dass ich es heute liebe zu wandern. Am liebsten ist es mir, bei der Haustüre raus zu gehen, und in Thalheim unterwegs zu sein. Gar nicht lange wohin fahren, sondern schauen, was es vor der eigenen Haustüre zu entdecken und zu finden gibt.

Und weil das so viel Spaß macht, werde ich neben meinem Politik-Texten und Betrachtungen auch das Thema anschneiden. Also im Sinne von Wegbeschreibungen und Wanderbeschreibungen.